Vorschau: Das „Live-painting“ + persönliche Intentionen – weitere Bilder der 1.Bundesliga Lateinformation+Text folgen in Kürze!

A-Team der TSG Bremerhaven tanzt "Soulution"

A-Team der TSG Bremerhaven tanzt "Soulution"

Spritzende Farbe fängt powervolle Drehbewegung und fliegende Fransen malerisch ein!

Auch das war wieder ein Wettlauf mit der Zeit! Nachdem ich im Bamberg erstmalig die gesamten Latein- und Standard-Bundesliga Formationen kennen gelernt hatte – (die Bremer Formationen des A- und B-Teams kannte ich schon von der Generalprobe und den „Dancing Hightlights“, daher kann ich sie jetzt schneller malen), genoss ich es sehr, jetzt noch einmal die 1. Bundesligaformationen Latein wiederzusehen!

Malerischer Wettlauf mit der Zeit! – „Musik zuende!“: Wenn die Dame „solo“ bleibt!

So ist mir die Zeit zerronnen: – Ja, die 6 Minuten sind verdammt kurz bei so atemberaubenden Choreos!
Es ist mir in Bamberg auf der Deutschen Meisterschaft nicht gelungen, auch die/den Herren der TSG Bremerhaven mitzuzeichen! Besonders wenn die Damen so ein designintensives Outfit tragen, wo die Zeit für das Zeichnen der vielen Fransen sprichwörtlich „flöten“ geht“!

Sorry, die Musik war zuende und die Dame blieb leider solo – zumindestens auf meinem Papier! Da gelingt auch kein „im Nachhinein noch einen Mann dazubasteln“! – Das hätte sehr konstruiert und künstlich ausgesehen! Das muss alles „aus einem Guss“ kommen!
Ja und wie war denn noch gleich die Pose? Deshalb heisst dann so ein Solobild sinnbildlich: „Musik zuende!“ (Leider musste ich auch noch einen Herrn der TSG enttäuschen, der sehr interessiert nach einem painting von seiner Formation fragte, und ich ausgerechnet von seiner Mannschaft nur die beiden “ Solo“- Bilder aus der Vor- und Zwischenrunde gemalt hatte! Das war wirklich Pech!!! Aber dafür gibt es jetzt umso mehr Bilder von der TFG, und so gleicht sich das alles immer wieder aus :O)
Und umso schneller bin ich dann beim malen, wenn ich die Formationen wiedersehe und mir der Stil und die Choreografie sowie das Team schon etwas vertrauter sind. Es mir sehr wichtig, die jeweilige individuelle Charakteristik des Teams in Ihren Tanzkostümen zu ihrem Thema malerisch einzufangen und künstlerisch umzusetzen in dieser kurzen Zeit.

Pinsel läuft auf „Autopilot“ – kontrollierendes denken unterbricht den Malfluss!

Das gelingt mir mir nur dann „im Wettlauf mit der Zeit“, wenn ich mich „Voll und Ganz“ auf das tänzerische Geschehen auf dem Parkett einlasse: Ich bin ein Teil des Ganzen, tanze innerlich verschmolzen mit den Bewegungen des Teams, der einzelnden Tanzpaare im Rhytmus der Musik mit. Die Bewegungen lasse ich mit Farbe durch mich hindurchfliessen in meinen Pinsel, der auf „Autopilot“ läuft!
Einerseits in absoluter Leichtigkeit, andererseits hochkonzentriert, um die knappe, wertvolle Zeit bestmöglichst zu nutzen! Diesen Zeitdruck muss ich aber anderseits vergessen, damit die Bilder die tänzerische Leichtigkeit ausdrücken, mit der die Tänzerinnen und Tänzer über das Parkett schweben. Und je eleganter, graziler und leichter das Ganze wirkt, desto mehr hartes Training steckt dahinter! – Wie im wahren Leben! – Aber gerade diese Geheimnis und den Weg zu dieser Leichtigkeit ist es, die mich immer wieder herausfordert und in den Bann zieht– sei es beim tanzen oder malen auf Papier!

Wenn ich mit meinem Inneren beim malen im Gleichklang bin, finde ich meine Rhytmus und der Rhytmus mich. Dann unterbricht jedes denken in dieser kurzen Zeitspanne meine Fluß und reisst mich brutal aus dem fliessen und dem „malen wie von Selbst“.
Es ist eine Kunst, das Geschehenen zu lassen,  was von alleine fliesst durch genaue Beobachtung und in der Verbindung zum eigenen Bauch und dem Spüren des Bewegungsflusses auf dem Parkett . – Und die Intuition, zu erspüren, wann in dieser Kürze das Bild „fertig“ ist.
Ein Strich zuviel, und das Bild wirkt schwer und „verschlimmbessert“. Den kontrollieren wollenden Kopf „auszuschalten“, der mich fragt, ob das Proportionslänge des Ellenbogens  im richtigen Verhältnis zur Schulter oder Knielänge stehen, wenn ich gerade ganz in meinem Gefühl eine Stimmung oder Emotion der Tanzpaare einfange! (Das kommt noch aus der Zeit des Malens von Tango Argentino, wo es ganz stark um einen Ausdruck des inneren Lebensgefühls und Leidenschaft ging).
Also Konzentration auf das Wesentliche!

Ein Stapel voller Bilder…., was passiert damit?

Nachdem ich wieder mit einen großen Stapel frischer „Live-paintings“ nach Hause kam (bzw. ich noch die Bundesliga After Show-Party genossen habe), sichtete ich die Bilder und habe meine Mappen angelegt und jedes Bild betitelt. Es ist eine Herausforderung, dieser Fülle der ganzen paintings auf die schnelle gerecht zu werden: Es sind einfach zuviele! Daher werde ich demnächst nach dem Scannen der Bilder die schönsten Werke als Auswahl hier zeigen. Sollte ein gewünschtes Bild nicht dabei sein: Einfach eine mail schreiben an ute@tangoart.com!
Die Siegerformation des GGC Bremen, das A-Team, ist jetzt schon auf Beiträgen von Okt.+Nov.2010 veröffentlicht, sowie das B-Team des GGC Bremen. Anbei ist ein Werk des A-Teams des TSG-Bremerhaven abgebildet, was demnächst im Vereinszentrum der TSG zu sehen sein wird. Es ist ein Live-painting, was direkt an dem Abend am 29.1.2011 entstanden ist, und ich die powervolle Dynamik der Drehbewegung der typischen langen roten Fransen malerisch eingefangen habe.
Oft werde ich gefragt, was ich mit den Bildern denn so mache und ob sie zu erwerben sind:
Ich stelle sie auf meinen Tanz-Blog und biete sie auch zum Verkauf an, da ich hauptberuflich Künsterin bin. (Als Original oder wahlweise als faksimiliertes Aquarell in 3 Größen in A5, A4, oder A 3 sowie auch in groß auf Leinwand. Da ich auch Diplom-Designerin bin, kann ich auch eine Gesamtkomposition mit dem Lieblings-Live-painting  für den Verein oder Tanzclub in Form von Plakaten, Magazinen oder Homepage  gestalten. Wenn Sie bereits einen Grafiker haben, stelle ich Ihnen gerne die Nutzungsrechte für ein Live-painting gegen Honorar zur Verfügung. Auch sind meine Werke bereits in Ausstellungen sowie im Meckleburgischen Staatstheater während der Aufführung „Tango“ zu sehen gewesen.

Buchprojekt in Planung!

Ein besonderes Projekt ist natürlich mein geplantes Buchprojekt mit den schönsten „Live-paintings“ und meinen persönlichen Eindrücken und Erlebnissen. Da ich gerne meinen Lesern einen Eindruck verschaffen möchte, was sich jenseits der schillernden 6 Minuten auf dem Tanzpakett für einen trainigsintensiven und harten Weg verbirgt, sammele ich autentische Beiträge und Erfahrungsberichte von Ihnen und Euch als Tänzer und Tänzerinnen, Trainer und Trainerinnen,  Beteiligte aus dem aktiven Tanzsport sowie von Ehemaligen mit Erinnerungen aus Ihrer aktiven Zeit.
Ein ganz langes, spontanes und persönliches Gespräch mit den amtierenden Deutschen Meistern und 4.plazierten der Weltmeisterschaft des Rollstuhltanzens in den Disziplinen Standard und Latein, mit Andrea Borrmann und Erik Machens, gab den Ausschlag für mein Projektvorhaben:
Im Anschluss an die WM in Nov.2010 (siehe mein ausfühlicher Bericht hier auf Tangoart.com) hatte ich die Möglichkeit, mich mit beiden ganz persönlich auszutauschen, wie der Tanzsport positiv ihr Leben beeinflusst und ganz entscheidene Wendungen hervorgerufen hat. Das Rollstuhltanzen an sich hat mich bereits innerlich sehr berührt und von den tänzerischen Leistungen sehr stark beeindruckt !

Tanzsport als Motor für viele positive Veränderungen im Leben!

In Verbindung mit unserem Gespräch bis in den frühen Morgen hinein ist es mir wichtig, den Menschen hinter dem Leistungstanzsportler zu sehen, und den Tanzsport als Motor für viele positive Veränderungen im Leben zu zeigen, die ohne den Tanzsport bzw. Tanzhochleistungssport so nicht in dieser Form erfolgt wären.

Ich bin fasziniert von der Erforschung der Frage, inwieweit der Tanzsport als Motor zur Entwicklung von Innerer Kraft und Stärke, Teamgeist, dem Besiegen des „inneren“ Schweinehundes, den konstruktiver Umgang mit Niederlagen, Schmerz und Enttäuschung sowie dem Fosieren von neuen Zielen und dem sich treu bleiben trotz widrigen Umständen und sonstigen Herausforderungen zu sehen ist. Und nicht zuletzt bleibt das Tanzen zu erwähnen als Ausdruck von ganz viel innerer Lenensfreude, Entfaltung der Sinne, Ästhetik und Körpergefühl sowie unbändigen Spaß!

Auf geht’s! Ich bin schon mitten drin in der Arbeit und freue mich über Anregungen und konstuktive Hinweise und Beiträge von Ihen und Euch aus der Tanzszene!

Heisser Tipp morgens auf der Bundesliga-Party: „Historischer Tanzsport wird lebendig“!

Je später der abend (Morgen?), desto besser die Ideen! So hatte ich doch beim Verabschieden auf der Bundesliga After Show-Party noch eine ganz heissen Tipp von unserem wirklich grandiosen Turnierleiter Andreas Neuhaus quasi zwischen „Tür und Angel“ bekommen: Im Sommer dieses Jahres ist im Historischen Museum in Bremerhaven eine Sonderausstellung geplant zum Thema: „Tanzsport! – Vom Tanzkurs zur Weltmeisterschaft“.
Gesucht werden noch Ausstellungsobjekte aus der Zeit von 1960 bis in die Gegenwart. Ja, das hört sich doch sehr interessant an! Da haben meine Eltern gerade geheiratet, Rock-n Roll getanzt im Petty Coat und ich war noch nicht einmal geplant. Muss auch eine spannende Zeit gewesen sein! Ein Grund mehr, das ich da mal Kontakt aufnehme bei Dr. Alfred Kube mit meinen Bildern :O)

 

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